Willkommen2025-04-10T10:17:52+02:00
Einladung für unsere Bündnispartner und Unterstützer*innen

Rechtsruck im Land – Was können wir tun?
Gibt es Strategien gegen Rechtsextremismus?

Martinushaus Aschaffenburg
Samstag, 31.10.2026
9 bis 13 Uhr
Die Teilnahme ist kostenfrei

Zur Teilnahme ist eine formlose, schriftliche Anmeldung mit vollständigem Namen, Anschrift und Mailadresse erforderlich. Bitte schreibt uns dazu bis spätestens 27.10.2026 an orga@aschaffenburgistbunt.de eine entsprechende Mail.

Geplanter Ablauf:

Beim 3. Workshop von Aschaffenburg ist bunt im Martinushaus wird es zunächst kurze, einführende Wortbeiträge zum Thema von Oberbürgermeister Markus Schlemmer und von Polizeioberrat Stefan Fleckenstein (stellv. Dienststellenleiter PI Aschaffenburg) geben, bevor sich im Plenum die vier Hauptreferent*innen vorstellen und kurz über ihre Arbeit und den von ihnen konzipierten Workshop sprechen werden.

Dauer: etwa eine Stunde, Nachfragen eingerechnet.

In einer anschließenden kurzen Kaffeepause können die Teilnehmer wählen, an welchem der vier angebotenen Workshops sie teilnehmen wollen.

In der letzten Stunde, etwa von 12 bis 13 Uhr, treffen sich alle Beteiligten erneut im Plenum, stellen ihre Workshopergebnisse vor und diskutieren sie.

Die Workshops und Referent*innen

Zuhören. Handeln. Gemeinsam gegen Rassismus und Ausgrenzung

Frau mit langen schwarzen Haaren und weißer Bluse vor neutralem Hintergrund
Logo Migranten für Migranten e. V. mit Text »Die Menschheit ist ein Wandervolk«

Referentin: Zehra Açıkgöz von Migranten für Migranten e.V.

Im Workshop setzen wir uns damit auseinander, wo uns Rassismus und Ausgrenzung im Alltag begegnen und wie wir damit umgehen können. Gemeinsam machen wir unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven sichtbar und entwickeln konkrete Handlungsmöglichkeiten. Im Mittelpunkt steht die Frage, was jede*r Einzelne, aber auch Vereine, Institutionen und die Stadtgesellschaft zu mehr Zusammenhalt beitragen können.

Mit Zivilcourage gegen Hass und Hetze – interaktives Argumentationstraining gegen diskriminierende Parolen zum Schutz unserer Demokratie

Frau mit hellem Blazer und blauer Bluse vor unscharfem Hintergrund

Referentin: Jutta Shaikh (Omas gegen Rechts Frankfurt)

Jutta Shaikh ist seit 2018 Sprecherin der „Omas gegen Rechts Frankfurt“ und zweite Vorsitzende des Vereins „Omas gegen Rechts Deutschland e.V.“. 2014 wurde sie für Ihre Verdienste im Kampf gegen Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, gegen Hass und Hetze und Gewalt mit der Bürgermedaille der Stadt Frankfurt ausgezeichnet.

Der Workshop zeigt die rhetorische Taktik und die Muster rechter Parolen auf. Gemeinsam lernen wir, diese Muster zu verstehen und wir erarbeiten Strategien, um damit umzugehen. Die Veranstaltung zeigt auf, wie wichtig es ist, dass wir alle uns immer gegen diese Parolen positionieren. Wir können durch Widerspruch ein Zeichen setzen, unser Umfeld beeinflussen und Unentschlossenen ein Beispiel geben.
Überall in der Gesellschaft, in der Schule, Sportverein, Familien und im Netz hören wir rassistische, antisemitische, fremdenfeindliche, frauenverachtende, diskriminierende Parolen.  Oft sind so voll von Hass und Lügen, dass sie uns die Sprache verschlagen. Häufig ist den Menschen jedoch auch gar nicht die Tragweite dieser Aussagen bewusst. Unsere freiheitliche demokratische Grundordnung wird von immer mehr Menschen in Frage gestellt.

Dieses interaktive Argumentationstraining will die Teilnehmer*innen ermutigen, Haltung zu zeigen und keine diskriminierenden Aussagen unwidersprochen im Raum stehen zu lassen, ohne sich selbst zu gefährden. In dem Workshop werden wir gemeinsam Handlungs- und Diskussionsstrategien erarbeiten und an konkreten Fallbeispielen einüben.

Rechtsextremismus erkennen: Aktuelle Strategien und Ideologien im Kontext einer extrem rechten Popkultur

Mann mit Brille und Bart vor grauem Hintergrund

Referent: Danny Zuber
Bildungsreferent, Sozialarbeiter, Betzavta-Trainer & freier Referent

Danny Zuber hat Soziale Arbeit B.A. an der TH in Nürnberg studiert. Sein Abschlussschwerpunkt war dabei die Identitäre Bewegung Deutschland und die Neue Rechte. Seit 2020 ist er als Bildungsreferent zu den Themen Rechtsextremismus, Neue Rechte und Demokratiearbeit tätig.

Die Veranstaltung beleuchtet aktuelle Phänomene rechtsextremer Lebenswelten und deren gezielte Ansprache im digitalen und analogen Raum. Der Fokus liegt auf der Dekodierung rechtsextremer Symbole sowie Lifestyle-Trends. Die Veranstaltung umfasst eine fundierte Analyse aktueller Strategien und ideologischer Konzepte der Extremen Rechten. Zudem diskutieren wir demokratische Handlungsmöglichkeiten für die tägliche Praxis und versuchen wirksame Interventionsstrategien gegen demokratiefeindliche Tendenzen aufzuzeigen.

Die richtige Frage, ist die halbe Miete …

Mann mit Brille und Pflanzen im Hintergrund hält Kamera
Logo hessencam.de

Referent: Joachim Schaefer – Hessencam Wetzlar

Dem Menschen ein Gesicht, eine Stimme und eine Bühne geben. Hessencam ist ein Medienprojekt aus Wetzlar, getragen von der kath. Kirche.

Seit über 20 Jahren arbeitet Joachim Schaefer an der Schnittstelle von Jugendbeteiligung, Demokratiebildung und Erinnerungskultur. Durch die kontinuierliche Dokumentation zivilgesellschaftlichen Engagements, die filmische Begleitung politischer Aktionen sowie die Auseinandersetzung mit Themen wie Diskriminierung, Heimatverlust und Fremdenfeindlichkeit hat das Projekt einen besonderen Blick auf gesellschaftliche Entwicklungen gewonnen und dabei wichtige Arbeit für die politische Bildung geleistet.

Durch seine Medienarbeit ist im Laufe der Jahre ein großes Videoarchiv entstanden, in dem man die Entwicklung des Rechtsextremismus von der kleinen „Nazidemo“ über die Anticorona-Protestbewegung bis hin zur „Volkspartei“ AfD beobachten kann.

Im Workshop wird Joachim Schaefer gerne gemeinsam mit den Teilnehmer*innen einzelne Interviewszenen nachspielen oder interaktiv verändern.

Demokratiemeile am Tag der Deutschen Einheit.

10. September 2026|

Viele unserer Bündnispartner bauen auf einer Strecke vom Blauen Klavier aus in die Herstallstraße hinein ihre eigenen Infostände auf und präsentieren sich alle gemeinsam in der sogenannten Demokratiemeile. Sie informieren über ihre eigentliche Arbeit und sind auch gerne bereit, im Gespräch mit interessiertem Passanten darüber zu reden, warum sie sich „Aschaffenburg ist bunt“ angeschlossen haben.

Aufruf zu: „Gemeinsam Gedenken – Demokratie bewahren“

29. September 2025|

Am 3.Oktober begeht unser Land den Tag der Deutschen Einheit, der an die deutsche Wiedervereinigung von 1990 erinnert. An diesem Tag wurde die DDR der Bundesrepublik angegliedert und Deutschland wiedervereinigt. Dieses Datum steht auch für das Ende der friedlichen Revolution in der ehemaligen DDR. Demokratisch gesinnte Menschen waren der Einheitspartei sowie dem herrschenden Unrechtssystem überdrüssig und gingen in der Wendezeit 1989 massenhaft …

Nach oben